|
Auf bequeme Art und Weise Kapital nach dem bewährten Grundsatz der Risikostreuung anzulegen gehört zweifelsfrei zu den Vorzügen von Investmentanteilscheinen. Maßgeblich am Erfolg beteiligt ist der jeweilige Fondsmanager, der die Gelder der Anleger auf verschiedene Anlagen verteilt. Nicht vergessen sollte man jedoch, dass man als Anleger, je nach Anlageschwerpunkt seines Kapitals anteilig auch das volle Risiko der durch die Anteilscheine repräsentierten Anlagen trägt. So können spezielle Risiken auftreten, die den Wert der Vermögensanlage nachhaltig beeinträchtigen können. Bei der Auswahl eines bestimmten Investmentfonds durch den Erwerb von Investmentanteilscheinen, trifft man eine individuelle Anlageentscheidung, die sich an den Anlagegrundsätzen des jeweiligen Fonds orientieren. Auf die Zusammensetzung des Fondsvermögens hat der Anleger keinen Einfluss und muss daher vielmehr auf die Professionalität des Managements hoffen, das die konkreten Anlageentscheidungen trifft. Besondere Eignungen von Fondsmanagern tragen dazu bei, dass das Anlageergebnis zufrieden stellend ausfällt. Jedoch sind positive Ergebnisse in der Vergangenheit keine Garanten für ebenso gute Ergebnisse in der Zukunft. Einen besonders großen Spielraum besitzt der Fondsmanager eines Hedgefonds. Dieser ist nur wenigen gesetzlichen und vertraglichen Einschränkungen unterworfen. So kann er in einem großen Umfang spekulative Geschäftsinstrumente wie Leerverkäufe und zusätzliche, großvolumige Kreditaufnahmen nutzen. Chancen und Risiken eines solchen Fonds hängen umso stärker vom Können und der Flexibilität des Fondsmanagers ab. Investmentfonds unterliegen insbesondere dem Risiko sinkender Anteilspreise, da sich allgemeine Kursrückgänge bei den in den Fonds enthaltenen Wertpapieren auch im Anteilspreis finden. Eine breite Streuung des Fondsvermögens wirkt sich in Bezug auf den Risikofaktor im allgemeinen positiv aus, kann jedoch nicht immer verhindern, dass eine rückläufige Gesamtentwicklung an der Börse sich bei den Anteilspreisen niederschlägt. Bei Aktienfonds gestaltet sich das Risikopotenzial jedoch wesentlich höher, als bei Rentenfonds. Ein erhöhtes Risiko ist auch bei Investitionen in spezielle Anlageschwerpunkte gegeben. So haben Aktien- und Rentenfonds wie auch Spezialitätenfonds in der Regel ein stärkeres Risiko- und Ertragsprofil als beispielsweise Fonds mit breit ausgelegter Streuung. Grundsätzlich gilt bei Anlagen in Fonds, dass das jeweilige Risiko mit der zunehmenden Spezialisierung des Fonds ansteigt. Der Anleger sollte sich daher im Vorfeld genau überlegen, wo er seine Schwerpunkte setzt und analysieren, wie hoch seine persönliche Risikobereitschaft ist. Vergleiche können unter anderem dazu beitragen, den Risiko- und Ertragsgrad einer Fondsanlage auszuloten. Vor der Depoteröffnung sollte man sich daher detailliert informieren welche Fonds es gibt und welche Historie sie aufweisen. Autor: Max Paul max-2004[at]gmx.de |