|
Zu den meist gestellten Fragen von Arbeitnehmern gehört die nach den Kosten einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Jedoch lässt sich diese Frage nur individuell beantworten. In der Regel kalkulieren Versicherungen die Beiträge zunächst auf der Basis des Versicherungsrisikos. Dieses gestaltet sich nach der jeweiligen persönlichen Situation des Arbeitnehmers sehr unterschiedlich. Auch gilt zu bedenken, dass es zwischen den einzelnen Berufsunfähigkeitsversicherungen mitunter erhebliche Beitragsunterschiede geben kann. Zu den zentralen Faktoren, die das Risiko einer Berufsunfähigkeit bestimmen, gehört der ausgeübte Beruf. Beispielsweise gestaltet sich das Risiko für einen Angestellten weitaus niedriger als bei einem Dachdecker, der wesentlich größeren Risiken ausgesetzt ist. Kommt es zu einem Unfall, muss meist immer mit einer dauerhaften Berufsunfähigkeit gerechnet werden. Auch sind bestimmte körperliche Schäden im Einzelfall anders zu bewerten. Ist zum Beispiel eine Amputation bei einem Handwerker ausschlaggebend für die dauerhafte Berufsunfähigkeit, kann ein Angestellter meist noch in seinem Beruf weiter arbeiten. So gilt allgemein die Regel, dass das Risiko Berufsunfähigkeit für Arbeitnehmer, die einer körperlichen Tätigkeit nachgehen höher ist, als das für Büroangestellte. Statistiken belegen, dass Höherqualifizierte ihren Beruf meist länger ausüben können, als Arbeitnehmer, die einem Kräfteverfall ausgesetzt sind. Bei der jeweiligen Risikobestimmung spielt das Alter des Versicherten eine wesentliche Rolle. Denn die Risiken einer Berufsunfähigkeit nehmen sich naturgemäß für Ältere deutlich höher aus, als für junge Menschen. Wer in jungen Jahren eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließt, zahlt insgesamt länger und mehr Beiträge ein, als der Arbeitnehmer, erst im Alter von 40 Jahren oder noch später eintritt. Aus diesem Grunde und dem, dass Ältere eher von einer dauerhaften Berufsunfähigkeit infolge von Krankheiten betroffen sind, gestalten sich die monatlichen Beiträge für junge Arbeitnehmer als wesentlich niedriger. So sollte bereits jeder Berufsanfänger mit dem Eintritt in sein Erwerbsleben auch die Weichen in Sachen Absicherung stellen. Versicherungsvergleiche können zudem helfen, die unterschiedlichen Tarife miteinander vergleichen zu können, um die Beiträge so moderat wie nur möglich zu gestalten. Autor: Robert Jacobi robert-jacobi[at]gmx.de |