Dienstag, 7. Februar 2012
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Welche Möglichkeiten haben Versicherungseinsteiger?

Ist das Studium beendet oder die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen, wagen vielfach junge Leute den Sprung in die Selbstständigkeit. Unabhängig vom jeweiligen Einkommen können sie, wie Freiberufler oder andere Selbstständige auch, eine private Krankenversicherung wählen.
Wer erst den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt hat, verdient in der Regel zu Anfang nicht viel. Darauf haben sich bereits viele Versicherer eingestellt und bieten spezielle Möglichkeiten für Berufseinsteiger, auch "klein" mit dem Krankenversicherungsschutz anfangen zu können.
Sogenannte Elementar- oder Einsteigertarife finden daher großes Interesse bei jungen Selbstständigen. Diese bieten in ihrem Leistungsumfang einen Schutz, der dem gesetzlicher Krankenkassen entspricht und äußerst günstig ist. Hat der Versicherte dann Gelegenheit, seine finanzielle Situation nach Jahren des Freiberuflerdaseins zu verbessern, kann er die Chance nutzen, einen gehobenen Tarif ohne eine erneute Gesundheitsprüfung zu wählen.
Aber es gibt noch andere Möglichkeiten, an den Kosten sparen zu können. Wer einen Tarif wählt, der einen Selbstbeteiligungsbetrag enthält, wird langfristig dafür belohnt. Denn viele Versicherer bieten die Möglichkeit einer Beteiligung an den entstandenen Kosten, um parallel dazu die Monatsbeiträge senken zu können.
Im Klartext bedeutet dies, dass zwischen 150 und 1 000 Euro jährlich vom Patienten selber getragen werden müssen, was zur Folge hat, dass die Beiträge um bis zu 30 Prozent gesenkt werden können.
Wer da clever kalkuliert, legt die eingesparten Beträge an die Seite, um die Selbstbeteiligung davon bezahlen zu können.
Allerdings darf der Versicherte nicht außer Acht lassen, dass der Arbeitgeber zwar die Hälfte der Beiträge zahlen muss, jedoch nicht verpflichtet ist, sich an dem Selbstbehalt zu beteiligen.
Ein Bonbon der besonderen Art wartet auf den Versicherten, der keine Kosten verursacht hat. Dann winkt eine finanzielle Belohnung, die eine Größenordnung von bis zu drei Monatsbeiträgen ausmachen kann. Viele private Versicherer zeigen sich kulant und rechnen Vorsorgeuntersuchungen nicht extra an.
Meist zu Beginn eines neuen Jahres erfahren die Versicherten, in welcher Größenordnung die Beitragsrückerstattung ausfallen wird, wenn im abgelaufenen Kalenderjahr keine Kosten für die Private verursacht wurden. So
bekommt der Versicherte die Möglichkeit, Rechnungen über ein Jahr zu sammeln und diese dann zu addieren. Liegt dieser Betrag unter der Rückerstattungssumme, macht es Sinn, die Rechnungen aus eigener Tasche zu begleichen, um von den höheren Beitragsrückerstattungen profitieren zu können.
Grundsätzlich sollten Versicherungsvergleiche unternommen werden, denn auch für Berufseinsteiger fallen die Konditionen von Versicherer zu Versicherer unterschiedlich aus.

Autor: Robert Jacobi
robert-jacobi[at]gmx.de

 
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